Gastartikel von Alfredo Cebandt

Es gibt da eine Straße, in der stehen 6 Häuser. Im ersten wohnt ein Amerikaner, im zweiten ein Inder, im dritten ein Deutscher, im vierten ein Chinese und in den beiden anderen Häusern leben Leute aus unterschiedlichen anderen Ländern.
Jeden Abend drehen alle ihre Musik so weit auf, dass die ganze Straße von einem infernalischen Lärm durchflutet wird.
Eines Tages kamen einige Fremde durch die Straße spaziert und fragten den Deutschen, der zufällig draußen damit beschäftigt war, seinen Rasen zu pflegen:
„Warum ist denn hier so ein Höllenlärm ?“, worauf der Deutsche sagte, das sei eigentlich schon immer so gewesen.


Einer der Spaziergänger gab zu bedenken, dass dieser ständige Lärm doch irgendwann mal die Gesundheit beeinträchtigen würde, noch dazu in dieser fürchterlichen Lautstärke.
Der Deutsche versprach, sich Gedanken zu machen, wie er den Lärmpegel reduzieren könne und verabschiedete sich wieder in sein Haus.


Am nächsten Abend kamen die Besucher wieder vorbei, der Deutsche goß seine Blumen und wurde nach seinen Ideen zur Lärmreduzierung gefragt. Wegen des immer noch anhaltenden Lärms konnte er die Frage kaum verstehen.


Der Deutsche hob stolz den Kopf und sagte: „ICH .. habe jetzt meine Musik auf Zimmerlautstärke gestellt.“
Die Besucher horchten ein wenig in die Runde und stellten fest, dass es keine signifikante Reduzierung der Gesamtlautstärke festzustellen gab. Es war immer noch höllisch laut.
Der Deutsche wandte ein: „Der Chinese hat sich übrigens einen neuen Satz Lautsprecherboxen mit deutlich höherer Leistung bestellt. Heute sah ich den Paketboten vor seiner Tür mit einigen großen Kisten.“
Die Besucher gaben zu bedenken, dass sich die Situation dadurch aber mit Sicherheit verschlimmern würde, ungeachtet der Tatsache, dass der Deutsche seine Musik in der Lautstärke reduziert hatte.


Wieder versprach der Deutsche, sich Gedanken zu machen und tatsächlich fiel ihm auch etwas ein.


Als am nächsten Abend die Besucher wieder durch die Straße kamen – der Deutsche grillte im Vorgarten gerade ein paar Würstchen – stellten sie fest, dass sich an der Gesamtsituation im Grunde gar nichts geändert hatte, eigentlich war es sogar noch lauter als vorher. Der Deutsche sagte:
„ICH habe mir jetzt Kopfhörer besorgt !“
Einer der Besucher gab zu bedenken: „Sie wissen aber schon, dass das alles nichts bringt, solange die anderen weiter solch einen Lärm verursachen, oder ?“


Der Deutsche zuckte mit den Schultern und sagte: „Ich habe ja schon mal versucht, mit den anderen zu reden, aber bei dem Lärm versteht man leider sein eigenes Wort nicht mehr. Na ja …. ich selber habe auf jeden Fall mein Bestes gegeben.“

Mit einen mitleidigen Lächeln im Gesicht verabschiedeten sich die Besucher und ließen den Deutschen wieder alleine.

Die Moral von der Geschichte ? Ganz einfach:
Ersetzen Sie einfach die neuen Lautsprecherboxen des Chinesen durch all die Kohlekraftwerke, die China zur Zeit neu baut.
Ersetzen Sie die Reduzierung der Musik des Deutschen auf Zimmerlautstärke mit den zum Teil sinnbefreiten Maßnahmen der deutschen Regierung, vorrangig angetrieben durch die Grünen.

Jetzt wissen Sie, wie deutsche Klimapolitik funktioniert. Man ersetzt die für deutsche Politiker typische geistige Windstille durch operative Hektik, bewirkt so gut wie nichts, fühlt sich dabei aber super.

Ach ja … bevor ich es vergesse: Der Kopfhörer …. der ist das E-Auto.